Unsere Leitgedanken

 

Unsere Schule ist frei

Die Freiheit unserer Schule zeigt sich nicht nur in der freien Trägerschaft sondern vor allem ihrer Konzeption.

Die Kinder sollen in der Schule selbstbestimmt lernen, d.h. sie sollen gemäß ihren Interessen auswählen, sich den Inhalt selbst erarbeiten und auch selbst kontrollieren. Dabei erhalten Sie die Hilfestellung, die nötig ist. Die Kinder erlernen selbstwirksam zu arbeiten und sie fühlen sich und ihre Interessen ernst genommen.

Wir möchten dass jedes Kind selbst bewusst entscheiden kann, was es wann, mit wem und in welcher Dauer lernt.

Die Schule soll für die Kinder ein Lebensraum werden, den sie gerne und voller Lebensfreude besuchen.

Kinder sind von Natur aus kreativ und neugierig und wollen sich ständig neues Wissen aneignen, entdecken und erforschen. Um diese Potenziale zu nutzen brauchen sie eine ansprechende und anregende Umgebung. Wir möchten, dass die Kreativität und Neugierde an neuem Wissen erhalten bleibt und möchten den Kindern die Chance geben zu experimentieren, zu phantasieren und kreative Lösungen zu finden ohne dass dabei Grenzen gesetzt werden oder Richtungen vorgegeben werden.

 

Unsere Schule ist demokratisch

Gegenseitiger Respekt, Toleranz, Wertschätzung jedes einzelnen ist ein sehr wichtiger Baustein für alle zwischenmenschliche Beziehungen und damit eine sehr wichtige Grundlage an unserer Schule.

Schulische Entscheidungen, Tagesabläufe, Projekte aber auch Konfliktlösungen werden gemeinsam in regelmäßigen Schulversammlungen besprochen.

Die Kinder können ihren Lernort aktiv mitgestalten, entwickeln ein demokratisches Verständnis und übernehmen Verantwortung für Ihren Lernort.

Dies stärkt ebenfalls die Identifikation mit der Schule.

 

Unsere Schule ist inklusiv

Wir möchten eine Schule gründen, in der Inklusion gelebt werden kann. Dazu gehört mehr als barrierefreie Räumlichkeiten und Schulbegleiter. Wir wollen uns der schwierigen Aufgabe stellen, Kindern mit Beeinträchtigungen verschiedenster Art die Teilhabe an der Gemeinschaft zu ermöglichen.

Wir sind der Überzeugung, dass die strukturellen und pädagogischen Voraussetzungen unserer Schule besonders geeignet sind, damit dies gelingen kann.

Nicht das Kind soll sich der Umgebung anpassen, sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen...Maria Montessori

Wir halten es für wichtig, dass sich die Schule möglichst umfassend mit der jeweiligen Beeinträchtigung auseinandersetzt.

Sehr wichtig ist hierbei aus unserer Sicht die Einbeziehung der Eltern und ein offener Umgang mit der Besonderheit gegenüber den anderen Kindern.

Außerdem möchten wir ein Kompetenznetzwerk aus Pädagogen,  Erziehern, Therapeuten aufbauen, um eventuell erforderliche Einzelförderungen in den Schulalltag (und somit in das tatsächliche Leben) einzubeziehen.

 

Unsere Schule ist kreativ

Die Kinder sollen Ihre Kreativität in möglichst vielen Facetten ausleben können. Deswegen möchten wir in unserer Schule Räume und Ausstattung bieten, in denen sie sich künstlerisch, musikalisch und handwerklich ausprobieren können.

Auch das Lernen verstehen wir als ganzheitlichen, kreativen Vorgang. Es ist uns wichtig, die Theorie immer mit praktischem Erleben und Ausprobieren zu verbinden und so alle Sinne zu aktivieren.

Kreativität heißt auch, dass es nicht nur den einen Lösungsweg gibt, den es herauszufinden gilt. Jedes Kind soll sich seine Ziele setzen dürfen und seine Lösungswege finden. Unterschiedliche Ansätze und Ergebnisse sind bereichernd. Irrwege und Fehler sind ausdrücklich erlaubt und wichtiger Bestandteil des Lernprozesses.

 

Unsere Schule ist naturnah

Was Kinder suchen ist eine Umwelt, in der sie ihre körperlichen, seelischen und sozialen Entwicklungsbedürfnisse befriedigen können.

Wir bieten ihnen eine Umgebung, in der sie spielerisch entdecken, gestalten und wirken können; einen Erfahrungsraum, der unstrukturiert, frei und voller Reize ist. Wir halten es für den Entwicklungsprozess der Schüler für sehr wichtig,  neben den Drinnen-Aktivitäten eine intensive Nähe zur Natur aufzubauen, weil wir großen Wert darauf legen, dass Kinder ein gesundes Bewusstsein für ihre Umwelt entwickeln. Dafür müssen sie sich mit der Natur verbunden fühlen und eine Bindung zu ihr aufbauen.

Gerade in der heutigen Zeit, die stark von Medien und Technik geprägt ist, benötigen wir die Natur als Ort des sinnlichen, körperlichen und ganzheitlichen Begreifens.  Umsetzen möchten wir dies mit einem möglichst waldnahen Standort, einem Gebäude aus ökologischen Baustoffen und regelmäßigen Natur-/ Waldtagen sowie dem Anlegen und Pflegen eines Schulgartens mit Obst und Gemüse, Biotopprojekten u.v.m.

 

Unsere Schule ist altersgemischt

Jeder Mensch ist in jeder Hinsicht individuell und sollte nicht verglichen werden. Deshalb ist für uns ganz klar, dass Kinder nicht im gleichen Alter den gleichen Lerninhalt in einer bestimmten festgelegten Zeit erlernen können/sollten. Diese Vielfältigkeit der Kinder kann für jeden eine Bereicherung darstellen, wenn das richtige Setting gegeben ist. So lernen Kinder am besten voneinander, wenn sie im altersgemischten Miteinander leben und lernen. Die jüngeren können von den älteren Schülern lernen, und die älteren Schüler festigen ihr Wissen,  wenn sie es den jüngeren Kindern weitergeben. Dadurch wird die soziale Kompetenz und das Verantwortungsbewusstsein für andere von Beginn an gestärkt. Genauso können aber auch je nach Interessensschwerpunkt und Fähigkeiten ältere Schüler von jüngeren Schülern lernen. Neben den positiven Lerneffekten stärkt das Arbeiten in gemischter Altersstruktur  das Miteinander, da ein Aufwachsen innerhalb der Vielfalt von Fähigkeiten und Entwicklungsständen normal ist.

Dem Vergleichen untereinander und dem Konkurrenzdenken wird kein Nährboden gegeben.

 

Unsere Schule ist klein

Wir wollen eine Wohlfühlschule mit familiären Ambiente, mit Wohnzimmercharakter. Eine Schule, an der jeder jeden kennt. Wir finden es wichtig dass die Räumlichkeiten in der Schule, die Kinderanzahl und der Geräuschpegel überschaubar für jeden bleibt. So können sich die Schüler viel besser mit der Schule identifizieren und haben mehr Chancen sich selbst einzubringen. Gerade in Anbetracht der gewünschten Inklusion spielt Überschaubarkeit in jeder Hinsicht eine entscheidende Rolle.

 

Unsere Schule hat keine "Lehrer"

Die Aufgabe der  Schule sehen wir darin, das Kind dabei zu unterstützen, seine individuellen Fähigkeiten, Interessen und Potenziale zu erkennen und zu fördern

ohne das Kind dabei zu überfordern. Unsere Lehrer arbeiten als Lernbegleiter unserer Schüler. Außerdem werden im Team ebenfalls andere Berufsgruppen, wie z.B. Sozialpädagogen, Therapeuten etc. vertreten sein. Die Aufgabe aller Erwachsenen an der Schule ist es eine anregende und inspirierende Umgebung zu schaffen, Vertrauen zu schaffen und Feedback zu geben, sozialer Mittler zu sein. Sie wirken unterstützend, auf Augenhöhe. Sie respektieren die Interessen und Belange der Schüler genauso wie umgekehrt. Dies schafft eine gleichwürdige Beziehung zwischen Erwachsenen und Schülern und ist maßgeblich entscheidend für eine demokratische Schule mit familiärer Atmosphäre.

 

Unsere Schule hat keine Fächer

Aktuelle Ergebnisse der Hirnforschung zeigen, dass Erlerntes nur dann nachhaltig sein kann, wenn es für denjenigen bedeutsam ist, wenn freiwillig und mit Begeisterung gelernt wird. Deshalb möchten wir dass unsere Schüler beim Lernen immer den Bezug zum Alltag herstellen können und das Erlernte somit auch anwenden können.

IIn unserer Schule sollen die einzelnen Fachbereiche ganzheitlich betrachtet werden können. Deshalb soll mit fächerübergreifenden Projekten gearbeitet werden, die einen konkreten Bezug zur Realität darstellen. Je nach Interesse der Schüler können Projekte individuell vertieft werden, wir setzen hier keine konkreten Begrenzungen des Lernumfangs. Wie sich ein jedes Projekt entwickelt, zeigt sich beim Arbeiten und wird offengelassen. Die Projekte können in Gruppen-/oder Einzelarbeit erfolgen, sowohl in Freiarbeit als auch unterstützt durch Frontalerläuterungen.

 

Unsere Schule hat keine Noten

Ein sehr wichtiger Grundsatz unserer Pädagogik ist das es keine Ziffernnoten gibt. Schon lange ist durch die Forschung bekannt, dass Noten unseren Kindern in ihrer Entwicklung schaden, da sie das Konkurrenzdenken, Leistungsdruck und Mobbing fördern. Zudem sind Noten oft nicht objektiv und spiegeln sehr häufig nicht den tatsächlichen Wissensstand eines jeden Kindes wider. Benotungssysteme motivieren die Schüler, die sowieso schon gute Noten haben und demotivieren diejenigen, die in Prüfungssituationen schlechter abschneiden. Notenbewertungen bringen Kinder dazu, auswendig zu lernen, abzuschreiben oder kurzfristig Wissen anzueignen, was schnell wieder vergessen wird.

Rückmeldungen sind für Kinder hingegen wichtig. Dies erfolgt jedoch in direktem persönlichem Kontakt und durch regelmäßige Entwicklungsbeschreibungen/-gespräche.

Wir möchten eine angstfreie und stressfreie Arbeitsatmosphäre, in der Kinder lernen sich selbst zu kontrollieren und einzuschätzen wo Sie stehen, wo Ihre Stärken und Schwächen sind.

 

 

Wir orientieren uns unter anderem an den Pädagogiken von Rebeca Wild und Maria Montessori, sowie an aktuellen Erkenntnissen aus der Neurobiologie (Gerald Hüther).

 

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© Tobias Klapper